Ihre Hilfe ist gefragt:

Wir suchen Menschen die Zeit haben und uns bei der täglichen Versorgung der Igel zuverlässig unterstützen möchten.
Zielgruppe: Handwerker, medizinisch Ausgebildete, Rentner/innen, Igelfreunde.

Igel und Straßenverkehr

Für Igel ist der tödlichste Feind der Mensch, unter anderem auch das Auto.

Bitte achtet im Straßenverkehr auf die geschützten und vom Aussterben bedrohten Igel! Nicht selten wird eine säugende Igelin überfahren und die Babys verenden jämmerlich im Nest - nur ein Bruchteil der Babys werden tatsächlich gefunden und können gerettet werden. Die Strategie des Igels ist sich bei Gefahr einzurollen, das funktioniert auch bei den natürlichen Feinden einwandfrei. Leider können Sie sich mit diesem Instinkt nicht vor Autos schützen.

EINE GROSSE BITTE: Sollten Sie an einem Straßenrand einen Igel antreffen (wohl bemerkt UNVERLETZT), bitte NIEMALS ins Auto packen und an einem anderen vermeintlichen geeigneteren Ort aussetzen - DER IGEL KÖNNTE NACHWUCHS HABEN! Igel werden bereits ab Anfang Juli geboren. ÜBRIGENS: Es reicht nicht einem Igel auszuweichen indem man Ihn "zwischen die Räder" nimmt. Durch den Sog unter dem Auto können diese an den Unterboden knallen und schwere innerliche Verletzungen davontragen. Ein sehr langwieriger schmerzvoller und jämmerlicher Tod ist die Folge.

Drei Igelbabys

geb. am 20./21. Juni 2022. Die Mutter kümmert sich sehr gut um die Kleinen.

Das Bevölkerungswachstum, die Entwicklung der Landwirtschaft und der Intensivtierhaltung, der ständige Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen (mit der daraus resultierenden Zunahme der Umweltverschmutzung und des Verkehrs) und der Klimawandel zerstören (oder spalten) die Lebensräume der Wildtiere, die so die Orientierung verlieren und nicht überleben können oder getötet werden.

Und es sind auch die Igel, die für die Folgen des ruinösen Verhaltens des Menschen auf die Artenvielfalt „vor der eigenen Haustür” leiden und sterben.

Igel Dauer-Zufütterung. Sinnvoll ?

Kann ein Rückgang an natürlicher Igelnahrung (z. B. Insektensterben) durch dauerhafte Zufütterung der Igel kompensiert und so die Igelpopulation in einem Gebiet erhalten werden? Die Hauptnahrung des Igels besteht aus Insekten, doch diese sind massiv bedroht. Schon nahezu die Hälfte der Insektenarten müssen wir heute zu den gefährdeten Arten zählen. Diverse Insekten sind bereits ganz verschwunden. Verdichtetes Bauen mit nur noch kleinen Grünflächen, die zudem oft vollkommen insektenfeindlich gestaltet sind, der Einsatz von Pestiziden und weitere Faktoren tragen dazu bei, dass das Insektenleben in gewissen Gebieten fast zum Erliegen gekommen ist! Tierarten, die teilweise oder ganz auf Insekten als Nahrungsquelle angewiesen sind (z.B. Igel, gewisse Vogelarten, Spitzmäuse, Fledermäuse, Amphibien, gewisse Reptilien- oder Fischarten), geraten mit dem Rückgang ihrer Beutetiere ebenfalls zusehends unter Druck. Auf dem Speiseplan des Igels stehen zwar auch noch andere Tiere wie Regenwürmer, Tausendfüssler oder Schnecken, trotzdem sind die Insekten als Beutebestandteil aber essenziell.

Fliegeneier sofort entfernen !

Auf den ersten Blick sieht ein mit Fliegeneiern verklebter Igel aus, als habe er sich unlängst in kleinsten Sägespänen gewälzt. Fliegeneier haben eine gelbliche Farbe, am ehesten erinnern sie von Konsistenz und Aussehen her an zerkrümeltes hartgekochtes Eigelb. Fliegen kleben ihre Eier meist paketweise an die »günstigsten« Stellen am Igel. Vorzugsweise sind das offene Wunden oder aber dunkle, geschützte Stellen, wo leicht Körperflüssigkeiten zu finden sind. Bei stark befallenen Igeln sieht man die Eigelege schon von weitem zwischen den Stacheln und im Gesicht, teilweise sind Ohren und Augen kaum mehr zu erkennen. Neben schwer verletzten Igeln sind am häufigsten geschwächte (Jung)Tiere betroffen.

Achtung, akute Lebensgefahr!

Für einen verletzten oder geschwächten Igel bedeutet es unweigerlich das Todesurteil, wenn eine Fliege ihre Eier in Wunden, Hautfalten, Körperöffnungen, auf die Haut etc. legt. Nur sofortiges Eingreifen kann Leben retten!

Bei Befall mit Fliegeneiern ist höchste Eile geboten: Ein Igel, auf dem im Hochsommer morgens Eier abgelegt wurden, kann abends schon angefressen und bald darauf totgeweiht sein!

Ohne menschliche Hilfe, d.h. eine penible Entfernung der Eier und geschlüpften Maden, stirbt der Igel innerhalb kürzester Zeit einen qualvollen Tod!

Wenden Sie sich bitte sofort an die nächstliegende Igelstation.

Die Igelhilfe Straubing wird ausschließlich über Spenden und ehrenamtliche Helfer und Helferinnen organisiert und am Laufen gehalten.

Durch viele verschiedene Faktoren ist der Lebensraum des Igels bedroht. Immer mehr kranke und verletzte Igel, sowie verwaiste Igeljunge finden den Weg zu uns. Wir stecken unser ganzes Herzblut in die Rettung und Genesung dieser hilfsbedürftigen Wildtiere.

Nur über Spendengelder können wir diese Arbeit aufrecht erhalten, um Futter, Medikamente und Tierarztrechnungen zu bezahlen. Das gesamte Geld fließt in die Rettung der Igel in unsere Igelstation. Teilweise beherbergen wir dort über 70 Igel gleichzeitig. Viele fleißige, ehrenamtliche Helferinnen sind somit wöchentlich viele Stunden mit der Versorgung der Igel, sowie der Reinigung der Ställe und der Behandlung von Verletzungen beschäftigt. Im Sommer werden zusätzlich verwaiste Igeljunge mit einem enormen Aufwand per Hand aufgezogen.

Parasiten

Verwenden Sie KEINESFALLS Chemie wie z.B. SpotOn-Präparate „Stronghold“, „Frontline“ „Advocat“, wie sie bei Katzen und Hunden Anwendungen finden. Diese Mittel sind für Igel – besonders für junge, geschwächte und kranke Igel – TÖDLICH ! Kein Flohspray verwenden !

Suchen Sie, wenn möglich, die nächst gelegene Igelstation auf.

Geschwächte, kleine Igel

die tagsüber umherirren, benötigen dringend menschliche Hilfe. Erstmaßnahme: Wärmen (Wärmflasche mit Handtuch umwickeln) und umgehend Hilfe bei igelkundigen Personen einholen und so schnell wie möglich dort hinbringen.

Kriterien für die Hilfsbedürftigkeit:

Verletzte Igel oder solche, die womöglich tagelang ohne Futter und Wasser in Lichtschächten, leeren Schwimmbecken oder ähnlichem gefangen waren.

Kranke Igel. Man erkennt sie meist daran, dass sie tagsüber herumlaufen, -torkeln oder -liegen. Sie sind oft apathisch, kühl, rollen sich kaum ein, sind häufig mager. Hinter dem Kopf sieht man eine Einbuchtung, Schultern und Hüftknochen bilden sich deutlich ab. Die Augen sind nicht rund, sondern schlitzförmig und eingefallen. Tagaktivität ist beim Nachttier Igel immer ein Alarmzeichen. Eine Ausnahme bilden allerdings aufgestörte Igel. Zerstört man z.B. bei Gartenarbeiten ein Igelnest, sucht sich auch ein gesundes Tier tagsüber einen neuen Unterschlupf.

Verwaiste Igelsäuglinge, die sich tagsüber außerhalb des Nestes aufhalten, geschlossene Augen und Ohren haben und evtl. unterkühlt sind (frühestens ab Juni/Juli, meist im Aug./Sept.)

Erste Hilfe – Checkliste:

  • Notieren Sie sich das Funddatum, die Uhrzeit, das Gewicht und die genaue Fundstelle.

  • Beginnen Sie damit den «Pflegebericht», in den Sie weiterhin Gewichtszunahme, Tierarztbesuche usw. eintragen.

  • Untersuchen Sie den Igel in jedem Fall auf Verletzungen.

  • Inspizieren Sie auch Kopf, Bauchseite und Beine.

  • Unterkühlte Igel müssen aufgewärmt werden. Aber erst, nachdem alle Parasiten (Fliegeneier) entfernt wurden. Achten Sie bei Fliegeneiern darauf auch 100% zu entfernen, gegebenenfalls lassen Sie es von einer Igelstation tun.

  • Eine Unterkühlung ist vorhanden, wenn sich das Tier an der Bauchseite deutlich kälter anfühlt, als Ihre Hand. Eine mit gut handwarmem Wasser gefüllte Gummiwärmflasche – kein Heizkissen! – umwickelt man mit einem Frotteehandtuch und legt sie in einen passenden, hochwandigen Karton. Darauf setzt man den Igel und deckt ihn mit einem weiteren Handtuch zu.

  • Baden Sie Igel nicht!

  • Lassen Sie Flöhe und Zecken vom Tierarzt oder einer Igelstation entfernen. Fliegeneier und Maden sollten sofort sorgfältig mit einer Pinzette, Zahnbürste und/oder Läusekamm abgesammelt werden, insbesondere aus den Körperöffnungen.

  • Suchen Sie einen igelkundigen Tierarzt möglichst bald auf.

  • Ihr Igel ist krank. Unterbringung und Ernährung im Haus allein heilen das Tier nicht! Wenden Sie sich umgehendst an einen Tierarzt oder eine Igelstation.

  • Richten Sie in einem Raum mit Zimmertemperatur – nicht im Freien! – einen Auslauf für den Igel her.

  • Eine Box mit etwa 1 qm und einer Höhe von mind. 40 cm sowie ein Schlafhaus 25 x 25 x 25 cm reicht für die Unterbringung aus. Füllen Sie das Schlafhaus mit Zeitungsschnippseln. Bade- oder Waschwannen sind keine igelgerechten Unterkünfte.

  • Geben Sie Ihrem Igel zur Erstversorgung entweder ein Schüsselchen mit Katzenfutter oder braten Sie ihm in der Pfanne ein Rührei mit etwas Öl und ohne Gewürze. Zu trinken bekommt er Wasser, niemals Milch. Igel ernähren sich in der Natur von eiweiß- und fettreichen Insekten. Sie sind keine Vegetarier, fressen also weder Obst noch Gemüse (s. auch Ernährung).

  • Bei sehr schwachen Tieren können Sie zunächst versuchen, ihnen mittels einer Plastikspritze ohne Nadel etwas lauwarmen, ungesüßten Fenchel- oder Kamillentee einzuflößen, danach auch Breinahrung. Auf alle Fälle sollten Sie ein solches Tier dem Tierarzt oder einer Igelstation vorstellen.

  • Igel sind keine Haustiere und kein Kinderspielzeug, sondern geschützte Wildtiere. Unterlassen Sie unbedingt Zähmungsversuche.

Futterstelle für Igel

Um das Futter vor Vögeln, aber auch vor Regen zu schützen, stellt man es abends in ein mit mindestens zwei 10 x 10 cm kleinen Einschlupflöchern versehenes Kistchen. Muss das Futter zusätzlich noch vor Katzen geschützt werden, empfiehlt sich der Bau eines Futterhauses mit verwinkeltem Eingang. Futterreste müssen morgens unbedingt beseitigt und die Schüsseln heiß gespült werden.

Wenn Sie unsicher sind, ob der Besucher Ihrer Futterstelle wirklich nur hungrig oder vielleicht doch krank ist, wiegen Sie den Igel, markieren ihn mit einem kleinen Tupfer Nagellack auf den Stacheln und setzen Sie ihn wieder hinaus. Nach einigen Tagen wiederholen Sie das Wiegen. Hat der Igel nicht zugenommen, muss evtl. eingegriffen und der Igel genauer untersucht werden.

Mitglied werden

Bis zu 200 Igel werden jährlich in unserer Igelstation vorgestellt und versorgt. Hinzu kommen etliche Beratungsgespräche mit Hilfesuchenden. All das stemmen wir mit unserem Team ehrenamtlich und gerne. Trotzdem müssen Kosten für Medikamente, Tierarzt, Igelfutter, Verbrauchsmaterial, Miet- und Nebenkosten u.v.m. getragen werden. Der Betrieb unserer Igelstation ist daher ausschließlich durch Spenden und Patenschaften möglich. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe.

Ihre Spende hilft uns

Immer mehr kranke, verletzte oder untergewichtige Igel, sowie verwaiste Igeljunge finden den Weg zu uns. Wir stecken unser ganzes Herzblut in die Rettung und Genesung dieser hilfsbedürftigen Wildtiere. Nur über Spendengelder können wir diese Arbeit aufrecht erhalten, um Futter, Medikamente und Tierarztrechnungen zu bezahlen. Das gesamte Geld fließt zur Rettung der Igel in unsere Igelstation.

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